Auszeichnung: Simcon gehört zu den TOP 100

Die Simcon kunststofftechnische Software GmbH aus Würselen hat bei der 26. Ausgabe des Innovationswettbewerbs TOP 100 den Sprung unter die Besten geschafft. Das Unternehmen wird deshalb am 28. Juni von dem Mentor des Wettbewerbs, Ranga Yogeshwar, sowie dem wissenschaftlichen Leiter des Vergleichs, Prof. Dr. Nikolaus Franke, und compamedia in der Frankfurter Jahrhunderthalle ausgezeichnet. Anhand einer wissenschaftlichen Systematik bewertet TOP 100 das Innovationsmanagement mittelständischer Unternehmen und die daraus resultierenden Innovationserfolge. In dem unabhängigen Auswahlverfahren überzeugte das Unternehmen mit 43 Mitarbeitern besonders in den Kategorien „Außenorientierung/Open Innovation“ und „Innovationsklima“.

Simcon kunststofftechnische Software entwickelt Softwareprogramme für die Spritzgießsimulation und kombiniert sie mit Testings, Engineering-Dienstleistungen und Serienprozessoptimierungen – das ist weltweit einzigartig. Die Herausforderung besteht dabei darin, Kunststoffteile nicht nur kostengünstig, umweltschonend und ohne funktionale oder ästhetische Fehler zu produzieren, sondern auch dafür zu sorgen, dass sie Formstabil bleiben, wenn sie aus dem Werkzeug kommen. Diesen Vorgang kann die Branchensoftware des TOP 100-Unternehmens exakt simulieren. Der Vorteil: Die Werkzeuge müssen nicht mehrfach aufwendig korrigiert werden.

Der Top-Innovator setzt in der Innovationsarbeit auf den Ideenreichtum seiner 43 Beschäftigten und auf Entwicklungspartnerschaften mit Firmen wie Arburg und HELLA sowie mit Instituten wie etwa dem weltweit führenden Institut für Kunststoffverarbeitung, dem IKV an der RWTH Aachen, und einigen Fraunhofer-Instituten. „Dank unserer nationalen und internationalen Forschungsprojekte sind wir mit unseren Innovationen Wettbewerbern voraus“, sagt der Geschäftsführer Dr.-Ing. Paul F. Filz. Intern nutzt Simcon innovative Tools für die Projektplanung und die interne Kommunikation. Und spätestens bei den zweimal jährlich stattfindenden Mitarbeitergesprächen ist der Blick in die Zukunft gefordert. „Wir wollen wissen: Was würdest du ändern, wenn du für einen Tag das Unternehmen leiten würdest?“, erläutert die Geschäftsführerin Dipl.-Psych. Ines Oud. Daraus entstehen nicht selten sehr gute Ideen, die umgesetzt werden.

TOP 100: der Wettbewerb

Seit 1993 vergibt compamedia das TOP 100-Siegel für besondere Innovationskraft und überdurchschnittliche Innovationserfolge an mittelständische Unternehmen. Die wissenschaftliche Leitung liegt seit 2002 in den Händen von Prof. Dr. Nikolaus Franke. Franke ist Gründer und Vorstand des Instituts für Entrepreneurship und Innovation der Wirtschaftsuniversität Wien. Mentor von TOP 100 ist der Wissenschaftsjournalist Ranga Yogeshwar. Projektpartner sind die Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung und der BVMW. Als Medienpartner begleiten das manager magazin, impulse und W&V den Unternehmensvergleich. Mehr Infos unter www.top100.de.

Fotocredit: KD Busch/compamedia

Mitgliederversammlung 2019 des Vereins kunststoffland NRW

Gut besuchte Mitgliederversammlung 2019 des Vereins kunststoffland NRW:

 „Den Dialog mit allen Interessierten vertiefen und aktuelle Herausforderungen verantwortungsbewusst angehen“

Düsseldorf, Juli 2019 – Unter diesen Vorzeichen führte der Vorsitzende Reinhard Hoffmann, Geschäftsführender Gesellschafter Gerhardi Kunststofftechnik GmbH, durch die Mitgliederversammlung 2019 des Vereins kunststoffland NRW. Dieses Mal war man beim Mitglied Greiwing logistics for you GmbH zu Gast, das Unternehmen hatte gemeinsam mit dem Vereinsmitglied Sievert Handel Transport GmbH nach Wesel eingeladen. Jürgen Greiwing, Geschäftsführender Gesellschafter GREIWING logistics for you GmbH und Rui Macedo, Geschäftsführer Sievert Handel Transport GmbH informierten als exzellente Gastgeber kompetent aus erster Hand.

 

Jürgen Greiwing: „Unsere Kunden wissen es sehr zu schätzen, dass wir ihnen – verlässlich und seit vielen Jahren – Konzepte bieten können, die weit über den Transport und die Lagerung hinaus gehen.“

Rui Macedo: „Wir haben erst vor kurzem unsere Kapazitäten speziell für die Kunststoffindustrie erweitert und können nun nicht nur deutlich größere Volumina verarbeiten, sondern auch mehr Dienste entlang der Wertschöpfungskette unserer Kunden anbieten.“

Davon, dass Logistik heute weit mehr ist, als Waren von A nach B zu transportieren, konnten sich die Teilnehmer der Mitgliederversammlung von kunststoffland NRW selbst ein Bild machen. Hausherr Jürgen Greiwing hatte es sich nicht nehmen lassen, zu einem Rundgang über das Betriebsgelände einzuladen. Schon im Jahr 2000 wurde dort eine Granulatsortieranlage installiert. Inzwischen erstreckt sich das Spektrum an Verfahrenstechnologien, die GREIWING an diesem Standort speziell Kunden aus der Kunststoffbranche vorhält, von der Trocknung über die Sortierung bis hin zur Siebung und Homogenisierung. Ergänzt wird die Angebotspalette durch hochwertige Lagermöglichkeiten in Aluminium- und Edelstahlhochsilos sowie Verschieberegalen mit Einzelplatz-Sprinkleranlage. „Wir verfügen über viel Knowhow, Erfahrung und jede Menge spezielles Equipment und sind für jegliche Aufträge der Kunststoffindustrie bestens qualifiziert“, berichtete Greiwing.

 

Mit gemeinsamem Engagement für die gesamte Kunststoffindustrie

Sehr erfreut zeigte sich Reinhard Hoffmann über das hohe Interesse der Mitgliedschaft. Mehr als ein Drittel der Mitglieder war erschienen – ein gutes Zeichen und zugleich schlagender Beweis für die Lebendigkeit des Vereins. Großen Anklang fand die ausführliche Berichterstattung durch den Vorsitzenden und seine Vorstandskollegen über die passgenauen Aktivitäten in allen relevanten Themenfeldern: vom wichtigen Dialog mit der Politik – z.B. Branchengespräch des Vorstands mit NRW-Wirtschaftsminister Pinkwart bis hin zu zahlreichen Netzwerkveranstaltungen zu den TOP-Themen Additive Fertigung, Leichtbau, Kunststoff-Kreislaufwirtschaft.

Klarer Kurs: Vereinswachstum setzt sich fort

Im Vereinsjahr 2018/2019 hat kunststoffland NRW zahlreiche neue Mitglieder gewonnen, darunter Arburg, Jockey Plastik, Wessel-PKF, Daikin Chemical Europe, Hufschmied Zerspanungssysteme oder SVD Verpackungen. Insgesamt zählt der Verein inzwischen 164 Mitglieder, Tendenz steigend. Dadurch kann der Verein, der als einziger die gesamte Wertschöpfungskette Kunststoff organisiert, seine Rolle als Sprachrohr am Standort weiter festigen.

Hoffmann appellierte an die Mitglieder, sich konkret einzubringen, gerade in diesen Zeiten: „Wir brauchen weiterhin Ihre Unterstützung, Ideen und Fragestellungen – besonders auch beim großen Thema EU-Kunststoffstrategie. Hier müssen wir als Technologieland einen wesentlichen Beitrag zum Thema „Plastikmüll“ leisten.“ Gerade das authentische Engagement in den Reihen von kunststoffland NRW und der konstruktive Dialog stünden beispielhaft für das erfolgreiche Wirken des Vereins.

 

Wahlen zum Vorstand: Kontinuität und Erneuerung

Neben den inhaltlichen Schwerpunkten standen Wiederwahl bzw. Neuwahl einiger Vorstandsmitglieder an. Rolf Saß, Engel Deutschland GmbH und stellvertretender Vereinsvorsitzender kunststoffland NRW scheidet nach 9 Jahren aus dem Vorstand aus. Peter Barlog, Barlog Plastics GmbH – bisher bereits Mitglied des Vorstandes – erhielt die volle Unterstützung der Mitglieder als stellvertretender Vorsitzender neben Prof. Dr. Hopmann und Dr. Bach. Als neues Mitglied im Vorstand wurde Ines Oud, Geschäftsführerin simcon kunststofftechnische Software GmbH gewählt.

 

Das Photo zeigt den aktuellen Vorstand von kunststoffland NRW e.V.: v.l.n.r.:
Prof. Dr.-Ing. Christian Hopmann, IKV an der RWTH Aachen,
Ines Oud, simcon kunststofftechnische Software GmbH,
Peter Barlog, Barlog Plastics GmbH,
Torsten Urban, Kunststoff-Institut für die mittelständische Wirtschaft NRW GmbH,
Reinhard Hoffmann, Gerhardi Kunststoff-technik GmbH,
Dr. Axel Tuchlenski, LANXESS Deutschland GmbH,
Dr. Patrick Glöckner, Evonik Industries AG.
(Es fehlen: Dr. Jörg Ulrich Zilles, Quarzwerke GmbH HPF The Mineral Engineers,
Michael Wiener, DSD – Duales System Holding GmbH & Co KG,
Dr. Hermann Bach, Covestro Deutschland AG).



Foto: Greiwing

Herstellung von Metall-Kunststoff-Bauteilen vereinfacht

Beim Forschungsprojekt „Medimold“ entwickelte Simcon mit Forschungspartnern einen einstufigen Herstellungsprozess für Metall-Kunststoff-Hybride. Metall-Kunststoff Hybride werden beispielweise für Leiterbahnen verwendet. Das neue Verfahren reduziert Rüst- und Montagezeiten in der Fertigung sowie Materialbedarf und Arbeitsschritte.

Die intelligente Kombination aus Kunststoff und Metall in einem Hybridbauteil minimiert das Gewicht; Produzenten sparen Kosten, weil Nachbearbeitungen entfallen und Prozesse in einem Arbeitsgang möglich sind. Bisher werden bei der Herstellung vorher in einem separaten Herstellungsprozess gefertigte Metallteile umspritzt.

Das Forschungsprojekt „Medimold“ ging jetzt einen Schritt weiter: Der Experte für Spritzgieß-Simulation Simcon, das Gießerei-Institut der RWTH Aachen und das Kunststoff-Institut Lüdenscheid entwickelten dabei mit weiteren Industriepartnern (Krauss Maffei, Ravi uvm.) einen schnelleren und wirtschaftlicheren, einstufigen Prozess für die Herstellung der Hybridbauteile. Dabei wird in ein und demselben Werkzeug der metallische Leiter auf das Kunststoffteil aufgespritzt. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie fördert das Projekt.

„Dieser einstufige 2-Komponenten-Prozess ist für alle Projektpartner Neuland“, sagt Max Mades, Projektverantwortlicher bei Simcon. „Mit der Projektteilnahme bleiben wir Spitzenreiter bei der Entwicklung neuer Prozesse.“

Für das Forschungsprojekt entwickelten die Partner eigens ein Spritzgießwerkzeug mit einer Metall-Einspritzeinheit. Bei der Auswahl der Werkstoffe berücksichtigte das Team neben thermischen und elektrischen Eigenschaften auch die Recyclingfähigkeit. Die Wahl der Metallkomponente fiel auf eine Zinn-basierte Legierung; bei der Kunststoffkomponente setzen die Partner sowohl auf Thermoplaste wie auch Duroplaste.

In zahlreichen Versuchen ermittelten die Forschungspartner die Wechselwirkungen zwischen Metall und Kunststoff sowie die optimalen Prozessparameter. Simcon unterstützte das Projekt mit umfangreichen Simulationen und dem Einbringen seiner Expertise im Bereich der Kunststoffverarbeitung. Die Ergebnisse zeigen, dass der einstufige Prozess großes Potenzial für Taktzeiten, Produktionseffizienz und Maschinenauslastung bietet.

Die Untersuchungen zeigten auch, dass die Trägheitskräfte ein wichtiger Faktor sind. „Bei Kunststoffschmelzen sind die Trägheitskräfte aufgrund der hohen Viskosität vernachlässigbar“, erklärt Mades. „Bei Metallen ist das anders. Dieses Phänomen kann Cadmould nun berücksichtigen und auch Metallschmelzen simulieren.“ Diese Pionierarbeit kommt auch den Simcon-Kunden zugute: Ab Oktober 2019 ist Cadmould 3D-F in der Version 12 zum ersten Mal mit der erweiterten Funktionalität für Metallschmelzen erhältlich.

Weitere Informationen über das Forschungsprojekt Medimold finden Sie unter www.medimold.de

Spritzgießsimulation

Pressemitteilung Simcon kunststofftechnische Software GmbH

März 2019

 

Jetzt möglich: Simulation der Kühlung mit Hasco Temp-Flex-Schläuchen

Die neue Simulationssoftware Cadmould Version 11 mit der stark erweiterten 3D T-Box aus dem Hause Simcon berechnet nun auch die Werkzeugtemperierung beim Einsatz von Hasco Temp-Flex-Schläuchen. So kann der konturnahe Verlauf des Temperier-Fluids im Spritzgieß-Werkzeug frühzeitig und wirtschaftlich optimiert werden.

Würselen. – Die richtige Temperierung des Werkzeugs ist entscheidend für die Zykluszeit und Bauteilqualität beim Kunststoff-Spritzgießen. Mit Simcons modularer Simulationssoftware Cadmould können Anwender die Werkzeugtemperierung bereits in der Planungsphase präzise berechnen und optimal gestalten – mit der aktuellen Version 11 jetzt auch beim Einsatz von Hasco Temp-Flex-Schläuchen. So erreichen sie eine effektivere, gleichmäßige Temperierung mit weniger Versuchsschleifen; das spart Geld und Zeit.

Cadmould 11 um Temp-Flex-Funktion erweitert

Mit der Funktionserweiterung ermöglicht Simcon zahlreichen Anwendern die effektive Nutzung der gezielten Werkzeugtemperierung: Im Gegensatz zu einfachen Kühlkanälen ermöglichen Hasco Temp-Flex-Schläuche, auch komplizierte Kunststoff-Geometrien konturnah zu kühlen. Sanftere Umlenkungen des Temperiermediums reduzieren dabei den Druckverlust und erhöhen die Durchflussmengen. Komplexe Bauteile werden schneller und verzugsärmer gekühlt – das sorgt für eine höhere Produktionskapazität und bessere Bauteilqualität. Ebenfalls entfällt dank der Schläuche ein aufwändiges Abdichten der Werkzeugebenen untereinander wie bei Kühlbohrungen mit Kontakt zu mehreren Werkzeugplatten.

„Wenn Kühlwasser durch eine Bohrung strömt und direkten Kontakt zur Werkzeugwand hat, ist der Wärmeübergang natürlich ein anderer, als wenn das Wasser erst eine Schlauchwand berührt“, erklärt Angela Kriescher, Produktmanagerin bei Simcon. „Dieses Temperaturverhalten – inklusive des Einflusses von Schlauchdurchmesser und Durchflussmenge sowie der Länge des Kühlkanals und des dabei entstehenden Druckverlustes – berücksichtigt Cadmould 11 jetzt mit nur einem Klick.“ Das stark erweiterte Modul „T-Box“ ermittelt den Wärmeübergangskoeffizienten automatisch und stellt die Temperaturen an jedem Punkt des Systems dar. Anwender haben zudem die Möglichkeit alle Parameter wie Anordnung der Kühlungskanäle, Fließrichtung, Trennflächen oder Werkstoffe zu variieren, um ein optimales Spritzgieß-Werkzeug zu gestalten.

Effizienter Workflow in der Planung von Werkzeugen

Für den Einsatz von Temp-Flex-Schläuchen wurden in der Vergangenheit die Werkzeuge im Trial-and-Error-Verfahren geteilt, die Kühlkanäle gefräst und die Schläuche eingelegt. Mit Cadmould 11 geht es jetzt deutlich effizienter: Für die Darstellung des Temperaturverlaufs im Werkzeug reichen in frühen Planungsphasen schon grobe Entwurfsskizzen und Zeichnungen. „Die Software berechnet die Strömung des Temperier-Fluids und, aufgrund des Wärmeaustauschs mit dem Werkzeug, die aktuelle Temperatur des Temperier-Mediums“, sagt Kriescher. So entsteht eine hochpräzise 3D-Simulation der Temperierung.

Autonomes Optimieren: Aus Erfahrung immer besser

30 Jahre Simcon: Interview mit Dr. Paul F. Filz und Ines Filz

Der Simulationsspezialist Simcon feiert in diesem Jahr sein 30-jähriges Bestehen. Ein gegebener Anlass, um sich mit dem Geschäftsführer Dr.-Ing Paul F. Filz und der Geschäftsführerin Dipl. Psych. Ines Filz über die Anfänge der Simulation und dessen Zukunft zu sprechen.

Frage: „Simcon wird 30 Jahre alt. Welche Philosophie hat das Unternehmen in den letzten erfolgreichen Jahrzehnten verfolgt?“

Dr. Paul F. Filz: „Simcon ist vor 30 Jahren im Markt angetreten, um mit Simulation und Consulting die Spritzgießbranche zu unterstützen, schneller zu entwickeln, besser zu entwickeln und letztlich die beste Teilequalität zu geringstmöglichen Kosten zu produzieren. Heute natürlich mit ganz anderen Methoden als damals.  Der Automatisierungsgrad und der Anspruch der Kunden hat sich im Vergleich zu den Anfängen deutlich erhöht.“

Frage: „Wie muss ein Unternehmen gestaltet sein, bei dem Mitarbeiter mit aktuellen technischen Fragestellungen und Herausforderungen doch durchaus kreativ und visionär umgehen müssen?“

Ines Filz: „Wir sind ein dynamisches, innovatives Familienunternehmen. Wir haben bei uns flache Hierarchien mit sehr kurzen Entscheidungswegen. Das läuft so: ein Mitarbeiter hat eine Idee – kommt zur Geschäftsführung und wir sagen dann ja oder nein. Das geht relativ schnell und unkompliziert.
Uns ist wichtig, dass die Mannschaft sich wohlfühlt und wir transparent kommunizieren. Daran haben wir gerade in den letzten Jahren extrem gearbeitet.  Wir machen ausgefallene Events von Team-Escape über Lasertag bis hin zum Weihnachtsbaumschlagen in der Eifel. Wir feiern Geburtstage, in der Pause steht ein Tischkicker bereit und wir machen Sommerfeste mit den Familien der Mitarbeiter. Wir wissen, wie die private Situation der Mitarbeiter ist und können entsprechend flexibel auf besondere Gegebenheiten reagieren. Das bringt uns positives Feedback von den Mitarbeitern. Dadurch haben wir eine sehr geringe Fluktuation, was sich natürlich super auf die Unternehmenskultur auswirkt.“

Frage: „Herr Dr. Filz, mit welchem konkreten Produkt sind sie im Jahre 1988 in die Selbstständigkeit gestartet?“

Dr. Paul F. Filz: „Gestartet sind wir damals mit dem Produkt Cadmould. Ursprünglich ist Cadmould am Institut für Kunststoffverarbeitung an der RWTH in Aachen entwickelt worden.  Dort war ich seinerzeit auch einige Jahre für die Entwicklung verantwortlich.  Anschließend haben wir gemeinsam eine kaufmännisch und technisch sinnvolle Lösung gesucht, um im industriellen Umfeld als professioneller Anbieter das Produkt, das am IKV entwickelt wurde, dem Markt zugänglich zu machen. An der Hochschule kann man sehr gut innovative Lösungen entwickeln, aber nachhaltig ein industriell nutzbares Produkt mit dem notwendigen Support zu liefern, kann ein Institut an der Hochschule eigentlich nicht leisten. Diese Dinge zu vereinen war dann auch die Gründungsidee von Simcon.“

Frage: Welchen Nutzen schaffte denn die Urversion für den Anwender?

Dr. Paul F. Filz: „Die Urversion konnte schon das Füllen berechnen, allerdings nicht nach einem so detaillierten physikalischen Ansatz wie heute. Die Ergebnisse waren im Vergleich deutlich ungenauer. Aber man konnte sehen, wie sich die Form füllt und dem Anwender war es möglich, Druckverluste, Schmelzetemperaturen etc. zu berechnen. Nur kurze Zeit nach der Markteinführung war es aber bereits möglich, den Einfluss der Nachdruckphase im Werkzeug und die Ausrichtung der Fasern im Bauteil zu berechnen.“

Frage: „Vor welchem Hintergrund wurde das zweite Softwareprodukt Varimos entwickelt?“

Dr. Paul F. Filz: „Ich nahm an einer Tagung teil, auf der ein Vortrag über die systematische Einrichtung und Optimierung der Verfahrensparameter von Spritzgießmaschinen gehalten wurde. Dabei ist mir aufgefallen, dass bei der Einstellung der Prozessparameter nur noch das optimiert werden kann, was das bereits bestehende Werkzeug zulässt. Alles andere kann im Nachhinein ausschließlich durch kostspielige Werkzeugänderungen verändert werden. Da ist mir die Idee gekommen, dass man systematische und automatische Optimierungen bereits im Vorfeld mithilfe von Simulation durchführen kann. Man hat dadurch signifikant mehr Einflussmöglichkeiten: In der Simulation sind Werkzeuggeometrie und technische Möglichkeiten der Maschine auf Knopfdruck änderbar. Das würde real unheimlich aufwändig und teuer sein.
Die Firma Dr. Gierth hatte zu diesem Zeitpunkt bereits die Software CQC mit der die systematische Einrichtung und Optimierung der Verfahrensparameter von Spritzgießmaschinen möglich war. Unsere Software konnte simulativ als virtuelle Spritzgießmaschine den Part der Herstellung der Musterteile sowie deren Vermessung übernehmen. Wir mussten uns dann „nur noch“ darüber klar werden, wie wir die beiden Softwareprodukte geschickt miteinander verbinden. Die Lösungsmöglichkeit erhielten wir durch ein internationales, von der EU gefördertes, Forschungsprojekt VIM (Virtuell Injection Moulding). Und aus diesem Forschungsprojekt resultierte dann die Ur-Version der Software Varimos.“

Frage: „Zur Software von Simcon werden in regelmäßigen Abständen Updates mit neuen und praxisrelevanten Features von Ihnen ausgeliefert. Wir recherchieren Sie im Vorfeld die Notwendigkeiten, die in der Praxis verlangt werden?“

Dr. Paul F. Filz: „Zum einen sind wir im engen Austausch mit unseren Kunden und bekommen zusätzlich Input vom Vertrieb, zum anderen sprechen wir mit unseren Anwendungstechnikern, die selber täglich mit der Software arbeiten. Hinzu kommen die Aspekte, die wir selbst umsetzen wollen. Darüber hinaus erhalten wir fast täglich Anfragen von Kunden für spezielle Aufgabenstellungen, die sie simulativ zu lösen möchten.  Oft kann unser Support dann schon weiterhelfen, aber wenn nicht finden sich die häufig nachgefragten Lösungen dann in einem Update wieder.

Frage: „Gibt es bei Simcon ein internes Ranking, was zeitnah umgesetzt werden kann bzw. was zu spezifisch ist, als dass es eine Lösung für die Standard-Software wäre?“

Ines Filz: „Wir haben an dieser Stelle ein sehr ausgeklügeltes System. In einem internen Prozess werden alle Wünsche und Anforderungen für das Update gerankt und in Unteraufgaben aufgeteilt. Unsere Produktmanagerin steuert diesen Prozess minutiös. In Zusammenarbeit mit ihr und dem Vertrieb werden dann die Verbesserungen und Features mit dem größten Kundennutzen bei einem Release als erstes umgesetzt. Ein aufwändiger Prozess, den wir alle acht Wochen wiederholen. Immer mit einem gewissen Restrisiko, weil wir im Vorfeld nicht genau wissen, ob der Markt die Neuerungen so aufnimmt, wie wir uns das erhofft haben.“

Frage: „Wie sieht ihrer Meinung nach die Zukunft in der Simulation aus. Gibt es eine Vision?

Dr. Paul F. Filz: „Aus unserer Sicht wird die intelligente Automatisierung im Vordergrund stehen. Software wird für den Anwender nicht mehr nur ein Werkzeug sein, bei dem er am Ende immer noch alleine entscheiden muss, ob er etwas besser auf die eine oder die andere Art gestalten soll. In Zukunft wird Software vielmehr eine intelligente Assistenz für den Anwender sein, die z.B. Arbeitsfenster selbstständig definiert, Grenzen überprüft und letztlich selbstständig das optimale Ergebnis findet. Das ist quasi so wie beim autonomen Fahren: man gibt das Ziel ein und das System macht den Rest.“

 

 

Chinaplas in Shanghai - Ein voller Erfolg

Mit mehr als 150.000 Besuchern zählt die Chinaplas zur größten Kunststoff- und Gummi-Messe in Asien und zur zweitgrößten auf der Welt. Dieser Andrang war deutlich spürbar für unser Team. Die Messetage sind wie um Flug vergangen und unser Team hatte alle Hände voll zu tun.

Extrem gutes Feedback gab es von den Besuchern für die erste Cadmould®-Version in chinesischer Sprache und das intuitive Interface, sodass viele Folgetermine für einen detaillierteren Einblick in die Software vereinbart wurden.

Wir freuen uns sehr über das große Interesse und werden sicherlich nächstes Jahr wieder dabei sein.

Ein riesiges Dankeschön an unseren Reseller IKP TPA TechpolyAsia CO. und an die Veranstalter der Chinaplas

We´ve got it covered

Unser Auftakt in den USA

Das Motto der NPE 2018 „We’ve got it covered“ in Orlando traf den Nagel auf den Kopf. Mit über 2000 Ausstellern aller relevanten Branchen auf knapp 100.000m² und mit über 65.000 Besuchern, war die Messe in Florida ein echter Erfolg.

Bei knackigen 30°C Außentemperatur und frostig gekühlten Messehallen kamen Interessenten aus aller Welt, um sich bei uns über Simcon Simulationssoftwareprodukte zu informieren. Mit Gesprächspartnern von Nord-, Mittel- und Südamerika über Afrika bis hin zu Indien war die Messe in Sachen Internationalität ein wahres Highlight. Für Simcon war der Auftakt auf dem amerikanischen Markt mehr als gelungen und die Resonanz beeindruckend.

Hervorragend unterstützt wurden wir von unserem mexikanischen Partner Victor Vasquez und seiner Tochter Marilu Vasquez der Firma CPM.

Tipps + Tricks

Im Tab „Programme und Lizenzen“ werden die installierten Cadmould® 3D-F-Versionen aufgelistet.

An dieser Stelle besteht die Möglichkeit, die für den Programmstart zu verwendende Lizenzdatei über den Button „Auswahl“ für jede identifizierte Cadmould® 3D-F-Version individuell zu konfigurieren. Zusätzlich können der Update-Status und der Lizenzpfad einer Cadmould® 3D-F-Installation über einen Rechtsklick auf die entsprechende Programmversion zurückzusetzt werden.

Darüber hinaus können in der Spalte „Details“ über den Button „anzeigen“ passend zur jeweiligen Lizenzdatei die verfügbaren Modulkonfigurationen und Dongle angezeigt und für den Programmstart ausgewählt werden. In dieser Ansicht kann die Liste der Modul- und Donglekonfigurationen über einen Rechtsklick aktualisiert sowie die Auswahl zurückgesetzt werden.

 

 

 

 

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Veranstaltungen und Messen

05.-07.06.2018  KUTENO - Kunststofftechnik Nord, Stand D15, Rheda-Wiedenbrück, Germany
12.-13.06.2018  WFB Fachmesse für Werkzeug- und Formenbau, Halle 7 Stand D-06, Augsburg
21.06.2018        FSKZ - Netzwerktag, Würzburg
26.-27.06.2018  MKT Mitteldeutscher Kunststofftag, Messe Erfurt

 

 

 

 

 

 

 




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